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Wieso funktionieren einige internationale Teams wie ein Uhrwerk, während andere von einem Konflikt zum anderen stolpern? Gute Führung macht den Unterschied. Die Teammitglieder kommen mit unterschiedlichen Erwartungshaltungen, Perspektiven und Kommunikationsstilen zusammen. Es ist die Aufgabe der Führungskraft, das Team zu einer effektiven, operativen Einheit zu formen. Die Forschungsergebnisse von Distefano und Maznevskis zeigen, dass gut geführte internationale Teams leistungsfähiger sind als Teams, deren Mitglieder dieselbe Nationalität haben.
Ein auf der Hand liegender Vorteil ist, dass globale Teams aufgrund der Zeitverschiebung in der Lage sind, sozusagen rund um die Uhr zu arbeiten. Ausschlaggebend für die Überlegenheit internationaler Teams jedoch ist etwas anderes: Es ist ein globales Mind-set der Führungskraft, das dafür sorgt, die in der Gruppe vorhandene Vielfalt (Diversity) wirklich zu nutzen. Dadurch entstehen hochwirksame Synergieeffekte.
Das Mind-set der Führungskraft
Ein globales Mind-set ermöglicht der Führungskraft zunächst, die wesentlichen Faktoren zukünftiger Geschäftsentwicklung zu sehen. Ein/e gute/r Manager/in stellt diese Erkenntnisse unter Berücksichtigung der verschiedenen Kulturen und Umgebungen mit der notwendigen Flexibilität und Sensibilität zur Verfügung. Diese Fähigkeit setzt sich aus vier Bausteinen zusammen:
Grundlegende Fähigkeiten
Ein globales Mind-set setzt voraus, die Vielfalt im Team als wertschöpfenden Faktor anzuerkennen. Erfolgreiche Führungskräfte zeichnen sich durch ihre Offenheit für neue Ideen aus und kommunizieren verständnisvoll und effektiv. Ihre Flexibilität –in ihrem Urteil und Verhalten –ermöglicht ihnen, in den Kulturen, mit denen sie interagieren, situativ-angepasst zu führen. Eine der wichtigsten Fähigkeiten eines/r internationalen/r Manager/in ist es, den sogenannten Rapport herzustellen. Ein harmonisches Miteinander mit Personen in Schlüsselposition gestattet es ihm/ihr,
Die Praxis
Das ABC der Führung in interkulturellen Umgebungen lautet:
A. Awareness: Bewusstsein für die unterschiedlichen Sichtweisen inklusive der eigenen (Vor-)Ur-teile.
B. Bridges: Brücken zwischen den Unterschieden bauen, angefangen von Gemeinsamkeiten bis hin zu allen Ebenen der Kommunikation: verbal, nonverbal und para-verbal (???)
C. Continuously encouraging involvement: Kontinuierliche Ermunterung der Teammitglieder, frische Ideen zu generieren und sich Veränderungen gegenüber offen zu zeigen.
Die Rolle
Die Hauptaufgabe der Führungskraft in einer internationalen Umgebung ist der Aufbau und die Aufrechterhaltung von Vertrauen. Vertrauen ist das Öl, das das Funktionieren des Teams gewährleistet und der Klebstoff, der es zusammenhält. Mangelndes Vertrauen führt zu mangelnder Funktionalität des Teams und beeinträchtigt die Produktivität. Häufig werden in derartigen Situationen detaillierte Kontrollverfahren eingeführt, um den vollständigen Zusammenbruch der Kommunikation zu vermeiden.
Wem vertrauen wir?
Für eine internationale Führungskraft ist es lebenswichtig, anhand verschiedener Kriterien klar beurteilen zu können, wem sie vertraut. Vertrauen ist ein sensibles Feld, auf das sich Führungskräfte beim Aufbau ihrer internationalen Teams zu selten konzentrieren. Doch ist es das Vertrauen, dass über den Erfolg oder Misserfolg des Teams entscheidet.
Wie viel Vertrauen gibt in Ihrem Team?
Von Nick Parry.
International development Partner von BPA